Immer mehr Patient:innen fragen nicht Google, sondern ChatGPT, Gemini oder Perplexity: „Welche Hausärztin in meiner Nähe ist gut?“ Die Antwort nennt nur zwei, drei Praxen. Testen Sie hier, ob Ihre dabei ist und was sie nach oben bringt.
Wie KI-Chatbots Praxen empfehlen
KI-Assistenten wie ChatGPT, Google Gemini, Microsoft Copilot oder Perplexity beantworten Fragen nach Ärzt:innen meist mit einer Live-Suche im Internet. Sie lesen Praxis-Websites, das Google-Unternehmensprofil, Bewertungen und Verzeichnisse und fassen daraus eine kurze Empfehlung zusammen. Die KI-Übersichten über den Google-Ergebnissen funktionieren genauso.
Anders als bei Google gibt es dabei keine zehn Treffer pro Seite, sondern meist nur zwei bis fünf Namen. Genannt wird, wen die KI eindeutig beschreiben kann: Fachrichtung, Ort, Leistungen, Öffnungszeiten und was andere über die Praxis sagen. Fehlen diese Informationen oder widersprechen sie sich, nennt die KI lieber eine andere Praxis.
So verbessern Sie Ihr Ranking in KI-Antworten
Klare Texte auf der eigenen Website: Nennen Sie Fachrichtung, Ort und Leistungen in ganzen Sätzen, am besten mit einer eigenen Seite pro Schwerpunkt. KI-Modelle zitieren gern Sätze, die eine Frage direkt beantworten, etwa „Wir machen Hausbesuche im 6. und 7. Bezirk.“
Strukturierte Daten: Mit Schema.org-Angaben (zum Beispiel Physician oder MedicalClinic, Adresse, Öffnungszeiten, FAQ) lesen Maschinen Ihre Daten, ohne raten zu müssen. Unsere Websites liefern das für jede Seite und Sprache automatisch mit.
Einheitliche Angaben überall: Name, Adresse und Telefonnummer sollten auf der Website, im Google-Unternehmensprofil, bei der Kammer und in Arztverzeichnissen exakt gleich lauten. Jede Abweichung macht die KI unsicher.
Bewertungen und Erwähnungen: Viele aktuelle Bewertungen, auf die Sie sachlich antworten, sind ein starkes Signal. Ebenso Erwähnungen in der Bezirkszeitung, bei Fachverbänden oder auf den Seiten von Kooperationspartnern.
Fragen in Patientensprache: Ein FAQ-Bereich mit Fragen, wie Patient:innen sie stellen („Nehmen Sie neue Patient:innen auf?“, „Ist die Praxis barrierefrei?“), liefert genau die Antworten, nach denen Chatbots suchen.
Technik: Lassen Sie die KI auf Ihre Website
Viele KI-Crawler führen kein JavaScript aus. Inhalte, die erst im Browser nachgeladen werden, sehen sie nicht. Achten Sie darauf, dass alle Texte direkt im HTML stehen, die Seite schnell lädt und Ihre robots.txt Such-Crawler wie OAI-SearchBot, PerplexityBot oder Bingbot nicht aussperrt.
Eine llms.txt-Datei schadet nicht, ersetzt aber keine guten Inhalte: Ob und wie stark die großen Anbieter sie auswerten, ist bisher nicht belegt.
Sachlich gewinnt, auch bei der KI
Das Berufsrecht verlangt sachliche, überprüfbare Information statt reißerischer Werbung. Genau das bevorzugen auch KI-Chatbots: konkrete Fakten zu Leistungen, Kassen, Sprachen und Barrierefreiheit statt Superlativen wie „beste Praxis der Stadt“. Wer sauber informiert, wird von Patient:innen und Maschinen gleichermaßen gefunden.